Jacqueline Dey
Mehr Meer für Dich.

Das Meer

Jedes Mal wenn ich in den Urlaub zum Meer fahre, ist der erste Gang zum Strand. Der Weg dorthin lässt mich fragen, ob es noch da ist. Ist es noch so, wie in meiner Erinnerung? Glitzert es? Ist es türkis? Ist es wild? Ist es leise? Und dann, wenn ich die Düne hochgehe oder die Straße hinunter, dann beginnt es am Horizont blauer zu werden. Langsam erkenne ich den Unterschied zwischen Himmel und Meer. Und es öffnet sich vor mir. All meine Fragen sind plötzlich zweitrangig. Es spielt keine Rolle mehr, wie ich es in Erinnerung hatte. Wenn ich weiter laufe und es immer größer werden sehe, wird die Sehnsucht nach diesem unglaublichen Freiheitsgefühl so erfüllt! Mein Herz springt in meiner Brust. Ich spüre so viel Glück in mir. Jeder Atemzug ist tiefer. Der Blick schaut so weit, wie man sonst nicht schauen kann. Alles andere wird so unwichtig.

Das Meer strahlt für mich eine unglaubliche Faszination aus. Es begegnet mir immer mit so viel Stärke. Allein am Meer zu stehen, es zu riechen, den Wind um mich zu spüren, das Rauschen zu hören und das Farbspiel zu sehen... Das verzaubert mich sehr. Denn es ist immer anders. Es begegnet mir jedes Mal neu. Je nach Wetterlage ändert es sich, ist still oder ganz laut, türkisblau oder braun, grau, grün, blau oder eine Mischung aus allem. Als ob es in unterschiedlicher Stimmung ist. Es lässt sich nicht bändigen und es ist stärker als die Menschheit. Der lange Blick bis zum Horizont lässt meine Augen sehr entspannen. Und es geht ja darüber hinaus noch weiter und zeigt, dass die Welt in der man lebt, doch eigentlich riesig groß ist. Diese Zeit am Meer lässt mich, wie in einer anderen Welt, für den Moment leben. Es zieht mich aus dem Alltag so extrem heraus, sorgt für einen starken Erholungseffekt und gibt mir wieder neue Kraft. 


Der Tag am Meer

 

Der Tag am Meer, so wunderbar,
versunken in Stille das Land,
Himmel so hoch und sonnenklar,
helle Dünen, endloser Strand.

 

Der Tag am Meer, Möwengeschrei,
die Wellen funkeln wie Sterne,
weiße Wolken ziehen vorbei,
reisen hinaus in die Ferne.

 


 

Der Tag am Meer, salziger Wind,
erfrischend prickelnde Reinheit,
zärtlich und sanft, gleich einem Kind,

 

spielend und tobend in Freiheit.

 

© Horst Rehmann, 2017

 
 
 
 
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